Waldhorn

Typen:

Das Waldhorn ist am häufigsten in der F-Grundstimmung anzutreffen. Es gibt aber auch Doppelhörner, die per Quartventil zwischen der Tenorlage in F mit 2,75 m Rohrlänge und der Basslage in B (3,70 m) umgeschaltet werden können. Die Notation erfolgt in der Regel im Violinschlüssel, lediglich tiefe Partien werden schon einmal im Bassschlüssel notiert. Verwandte des Waldhorns sind das Flügelhorn, das Tenorhorn in B und C und das Bariton, welches streng genommen aber zur Familie der Tuben gehört Naturhörner ohne Ventile können lediglich Töne aus der Naturtonreihe spielen.

 

Klangerzeugung:

Ähnlich wie bei der Trompete entsteht der Ton durch Vibrieren der Lippen am Metallmundstück, das im Unterschied zur Trom-pete aber kein Kessel-, sondern ein enges, tiefes Trichtermundstück ist. Das macht es viel schwieriger, einen sauberen und klaren Ton auf dem Hörn zu erzeugen. Es kommt nämlich weniger auf Kraft, als auf Feinge-fühl an. Aufgrund der engen und tiefen Bauweise des Trichtermundstücks erreicht das Hörn einen erstaunlichen Tonumfang von fast 5 Oktaven!

 

Einstiegsalter:

Wie bei der Trompete, wenn es der unbedingte Wunsch des Kindes ist, schon mit 6 oder 7 Jahren. Ansonsten ist der Einstieg zu empfehlen, wenn sich das vordere Gebiss gut ausgebildet hat, also ab 9 oder 10 Jahren.

 

Bauweise:

Baumaterial - (Gold-) Messing, Neusilber, seltener Kupfer und Silber; Augenscheinlichster Unterschied zwischen Trompete und Waldhorn sind - neben dem Trichtermundstück - die kreisförmig gebogene Röhre, deren ausgeprägtere konische Bohrung und der ausladende Schalltrichter. Bekannte Hersteller: Amati, Besson, Cerveny, Hoyer, Jupiter, Yamaha;

 

Anschaffungskosten:

zwischen € 1.000 und € 5.000

 

Tonumfang:

Waldhorn in F: H, - f ;

 

Gut zu wissen:

Beim Hornspiel kommt es vor allem auf Feinge-fühl an, um den typischen wei-chen, vollen Hornklang zu entfal-ten. Wer sich für dieses Instrument entscheidet, sollte also ein gutes Maß an Sensibilität mitbringen. Noten- oder Blockflötenkenntnisse sind hilfreich, aber nicht dringend erforderlich.

 

Musik für Horn:

Es gibt reichlich Literatur für Waldhorn quer durch alle Epochen, allerdings vorwiegend in der Funktion als Orchesterinstrument, solistisch tritt es seltener hervor. Einsatzmöglichkeiten findet man neben dem Sinfonieorchester, vor allem auch in Blasorchestern und Posaunenchören.

 

Besonderheiten:

Da das Horn selten solistisch agiert, sollten sich Kinder und Jugendliche, die gerne im Vordergrund stehen, besser einem anderen Instrument zuwenden. Zurückhaltenderen Persönlichkeiten, die ihre Aufga¬be gerne auch im Hintergrund ausführen, sei das Hörn empfohlen. Das heißt aber nicht, dass das Hörn nicht auch solistisch virtuos eingesetzt werden kann, wie die Hörempfehlungen dokumentieren.

 

 

 

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