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Barthels wirkte als Leiter des Musikvereins, bis er 1928 von Marsberg versetzt wurde. Der Volksmund berichtete, er sei als Polizist zu weich und zu nachgiebig zu den Bürgern gewesen.
Leo König aus dem benachbarten Westheim, Militärmusiker im 1. Weltkrieg, übernahm die Kapelle. Acht Jahre führte er den Dirigentenstab.
Einladung vom 28. April 1928 an den Vorstand der freiwilligen Feuerwehr in Niedermarsberg zur Teilnahme am Musikfest am 24. Juni. "Um dem Fest einen würdigen Charakter zu verleihen stellt man das freundliche Ersuchen an die Feuerwehr, zur Verschönerung der Feier mit beizutragen." gez. Kleffner - Schriftführer. In der Zeit galt man als Musikchor der Feuerwehr.
Am 9. Mai 1928 schreibt der Musik-Verein Nieder-Marsberg an die Feuerwehr, dass sie in den Festausschuss gewählt worden sei. Man gibt sich der frohen Hoffnung hin, keinen Fehltritt getan zu haben und lädt zu einer Besprechung zum 11. Mai 1928 um 8 1/2 in das Cafe Andreas Gerlach ein.
1 9 2 9Für das diesjährige Schützenfest wurde die Niedermarsberger Musikkapelle verpflichtet.
1 9 3 21932 wurde dem Musikverein mitgeteilt, dass das nächste Bundesschützenfest in Niedermarsberg gefeiert werden soll.
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Im Diemelbote vom
6. Oktober 1934 steht nachzulesen: "Ein Frühmarsch durch die Straßen der
Stadt mit der Kapelle voran war für die jungen Scharen eine wahre
Freude. Nach dem gemeinsamen Kirchgang und dem Mittagskonzert auf dem
Marktplatz, wo die Kapelle unter der Leitung von Leo König freudig
aufgenommene Proben ihres Könnens im Konzert gab, entwickelte sich
gleich nach Mittag ein reger Verkehr in der beflaggten und geschmückten
Stadt".
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Vor dem Krieg probte die Musik lange bei Café Gerlach in der Trift. Familie Gerlach hat nach überlieferten Äußerungen den Musikverein auch sonst nach Kräften unterstützt. Aus der damaligen Zeit stammt die große Trommel.
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Politische Unstimmigkeiten führten Ende 1936 zur Auflösung der Kapelle
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Am 12. November 1938 konnten dann die Marsberger im
Diemeltalboten unter der Überschrift "Musikkapelle neu gegründet" lesen:
"Wiederholt machte sich in der letzten Zeit das Fehlen unserer
Musikkapelle bemerkbar. Die Kapelle des Musikvereins war aus
verschiedenen Gründen nicht mehr lebensfähig. Nun traten im Café Gerlach
zwecks Neugründung der Musikkapelle die Musiker und Vertreter der
Stadtverwaltung zu einer Besprechung zusammen. Daraufhin wurde die
Musikkapelle neu zusammengesetzt. Sie hat bereits unter neuer Führung
ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Außer gegebenen Anlässen an
nationalen Feiertagen und bei Kundgebungen wird nunmehr die Kapelle in
den Sommermonaten durch verschiedene Konzerte erfreuen. Die Bestrebungen
des Musikvereins verdienen allgemein unterstützt zu werden". Es ging
also weiter.
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Es ging also weiter. Im August 1939 spielte man wieder in
der Öffentlichkeit. Beim Fest der Kriegskameradschaft wurde ein
Mittagskonzert unter Leitung von Johannes Metzger mit viel Beifall
bedacht. Die einzelnen Darbietungen bestätigten, dass sich die
Musikkapelle aus der längeren Erstattung gut erholt hatte und
beachtliche Fortschritte machte. Das zeigt sich auch bei den Konzert-
und Tanzstücken auf dem Schützenplatz (Quelle: Diemeltalbote vom 19.
August 1939).
Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges rief es fast alle Mitglieder zu den Waffen. Das war praktisch das Ende der erst 1938 neu gegründeten Kapelle.
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Chronik und Geschichte
1928 bis 1939
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